Frederic Ozanam

Gründer der Vinzenzgemeinschaft (1813 - 1853)

Frédéric Antoine Ozanam erblickte am 23. April 1813 als Sohn französischer Eltern in Mailand das Licht der Welt. Der Vater war als Armenarzt bekannt und pflegte ein Drittel seiner Patienten kostenlos zu behandeln, und auch die Mutter zeichnete sich durch eine besondere Liebe zu den Armen aus. 1815 kam er mit den Eltern nach Lyon, von wo er 1831 – nach überwundenen Glaubenszweifeln und beeindruckt von der industriellen Entwicklung – nach Paris übersiedelte. Er studierte zunächst Jura und wurde 1836 Dr. der Rechte, 1839 promovierte er dann zum Dr. phil. und wurde nach kurzer Professur für Handelsrecht in Lyon 1844 ordentlicher Professor für auswärtige Literatur an der Sorbonne.

Nach Frederichs Ansicht hat Glaube ohne Nächstenliebe keinen Sinn. Sein Vorbild ist Vinzenz von Paul, den er als Parton der Caritas Konferenz wählt, die Frederich mit Gleichgesinnten (1833) gründet. Aus dieser Einrichtung, die seiner Meinung nach, …. „streng katholisch und doch immer weltlich bleiben muß“ … entstanden die Vinzenzgemeinschaften. Sein Credo: „Keine Gesellschaft kann Elend als Schicksal akzeptieren, ohne dass sie in ihrer Ehre getroffen wird. Baut daher Gesellschaften auf, in denen es mehr Brüderlichkeit gibt und die Geringsten und die Ärmsten in ihrer Menschenwürde anerkannt werden.“ Er starb im Alter von nur 40 Jahren am 8. September 1853 in Marseille. 1997 wurde Frederich Ozanam in Paris selig gesprochen.